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Qualitätsgemeinschaft Erdwärme. Diese unabhaengige Initiative wird unterstützt von: lebensministerium.at

Erdkollektor

Der Erdkollektor besteht aus Rohren oder Matten, die im Neubau bei den ohnehin notwendigen Erdarbeiten einfach mitverlegt werden.

Der Erdkollektor wird in ca. 100-150 cm Tiefe (unter der Frostgrenze) verlegt. Ein Kühlmittel (z.B. Sole) fließt durch die Rohre oder Matten und entnimmt die im Erdreich gespeicherte Wärme. Dem Boden wird jedoch nur ein Bruchteil dessen entzogen, was im Laufe des Jahres an Sonneneinstrahlung, Wind und Regen an Energie zugeführt wird. Dieser sanfte Wärmeentzug beeinträchtigt den Pflanzenwuchs nicht. Die Entzugsfläche des Erdkollektors wird durch die benötigte Heizleistung und die Bodenbeschaffenheit des Untergrundes bestimmt. Als Faustformel kann die Heizleistung* in kW mit 25 m2 pro kW multipliziert werden. Diese Entzugsfläche entspricht meist dem eineinhalb- bis dreifachen der beheizten Wohnfläche. Je mehr Energie Ihr Gebäude benötigt, desto größer muss die Entzugsfläche sein. Daher sollte ein Bestandsgebäude vorher immer thermisch saniert werden. Für die exakte Dimensionierung der Entzugsfläche ist die genaue Kenntnis der Bodenbeschaffenheit notwendig. Ideal sind feuchte Lehmböden. Weniger geeignet sind trockene Schotterschichten.

* Die Heizleistung ist jene Leistung der Heizung in kW, die an den beiden kältesten Tagen im Jahr notwendig ist, um den Raum auf Raumtemperatur (meist 20°C) zu beheizen.